Meine Zeit bei Kleinschnittger

 

Im Mai 1950 nach meiner Ausbildung als Kraftfahrzeugschlosser begann mein Arbeitsverhältniss bei der Firma Kleinschnittger.

Meine Aufgabe war, den von P. Kleinschnittger entwickelten Antrieb zusammen zu bauen und mit dem Jlomotor als Einheit zu verbinden.

Den komplett fertiggestellten Kleinschnittger F 125 fuhr ich dann zur Probe jeweils 15 Kilometer, um evtl. notwendige Einstellungen am Motor,

am Antriebsaggregat, sowie an der Bremsanlage vorzunehmen.

Ende Mai 1950 wurden bereits -fünf- F 125 an die Werksvertreter ausgeliefert.

In den nachfolgenden Monaten und Jahren wurden immer mehr Fahrzeuge hergestellt, so dass ich nur noch als Testfahrer auf der

werkseigenen Teststrecke - Einfahrbahn - tätig war.

Vom Jahr 1955 an testete ich auch die Kleinschnittger 250er Prototypen auf den Autobahnen, Bundes- und Landstrassen deutschlandweit.

An Zuverlässigkeitsfahrten, Ralley´s ua., die vom ADAC bzw. AVD veranstaltet wurden, nahm ich mit dem F 125 erfolgreich teil.

Im F 125 war ein 12 PS starker Jlo-Motocross eingebaut, der eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erreichte.

Hauptsächlich auf Geländestrecken mussten 400 Kilometer strafpunktefrei gefahren werden. Ich musste in der Klasse bis 700 ccm starten.

Den Konkurs der Firma Kleinschnittger im August 1957 habe ich nicht mehr miterlebt, weil mein Arbeitsverhältnis kurz vorher beendet war.

Als Kfz-Mechaniker begann ich bei der Landespolizeibehörde in Arnsberg, wo ich dann nach dreijähriger Ausbildung Polizeibeamter wurde.


Auf der nächsten Seite berichte ich, wie ich nach meiner Pensionierung wieder mit "Kleinschnittgerfreunden" zusammenkam!